Mittwoch, 2. März 2016

Das Traumhotel in Bagan

Wieder einmal hat das ohnehin schon als "slow boat" firmierende Schiff 12 Stunden Verspätung. Mein Plan den Nachtzug nach Bagan zu nehmen ist hinfällig. Kurzzeitig verläßt mich meine Tiefenentspannung und ich will fliegen um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Ob das wirklich nötig war ?-vermutlich nicht. Aber es gewährt mir einen Einblick in die Organisationsfähigkeit der Menschen in Myanmar. Um ca. 6 Uhr äußere ich meinen Wunsch beim Anlegen des Schiffes, um 8.15 Uhr sitze ich in der Maschine. (Der Flughafen liegt 35 km ausserhalb) !!!!!
Bagan ist wirklich eindrucksvoll! In einer 40 qkm großen Savannenlandschaft stehen haufenweise alte Backsteinpagoden, von den viele einzeln schon beeindrucken, aber in dieser Vielzahl sind sie wirklich atemberaubend. Der neueste Trend ist die Besichtung mit einem Elektro- Motorroller. Die Teile sind richtig flott und die Batterie hält tatsächlich den ganzen Tag. Romantischer ist es zwar mit der Pferdekutsche, aber da ich ja alleine unterwegs bin ziehe ich doch den preiswerteren und flotteren Motorroller vor, der mir jede zeitliche Freiheit gewährt. Einen Teil der Pagoden darf man sogar erklettern, was natürlich bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang besonders beliebt ist. Ebenso wie die Ballonfahrten bei Sonnenaufgang, die aber auch mal locker mit 350 Dollar zu Buche schlagen. Da kletter ich doch lieber in aller Frühe auf die Pagode und schaue mir das Spektakel von unten an. Die freizügige und unkomplizierte Besichtigungspraxis ist übrigens kurz nach meinem Besuch gestoppt worden, weil ein Tourist beim Klettern abgestürzt ist. So ist es immer, einer macht Blödsinn und alle anderen müssen darunter leiden.

Einen Unfall ganz anderer Art erlebe ich direkt kurz nach meiner Ankunft. Es brennt in einem Laden mit Kunsthandwerk. Neben mir lockt die weithin sichtbare schwarze Rauchsäule auch noch alle anderen Bewohner und Touristen an, die nicht im Pagodenfeld unterwegs sind. Die Feuerwehr ist mit 3 Fahrzeugen im Einsatz und hat den Brand in dem dicht bebauten Gebiet erstaunlich schnell im Griff. Dabei helfen alle mit. Die Passanten transportieren und halten die Schläuche und die Nachbarn und weitere Helfer schütten mit allen verfügbaren Gefäßen Wasser auf die angrenzenden Holzwände und Blechdächer. Ein ungeübtes Zusammenspiel mit drstaunlicher Wirksamkeit.

Im Januar hatte ich mir voller Interesse den in Myanmar spielenden Film der "Traumhotel" Reihe angesehen und mir fest vorgenommen an diesem Endlos-Pool mit Ausblick auf die Pagoden einen Kaffee zu trinken. Es gelingt mir tatsächlich mitten im Niemandsland dieses Luxus Resort zu finden. Wirklich beeindruckend, auch wenn an diesem Nachmittag keine Sonne auf den Pool scheint. Ich genehmige mit einen Ananasshake, der für 5 Dollar sogar noch erschwinglich ist und quatsche ein bisschen mit dem Barkeeper der Poolbar, der sich noch gut an die Filmaufnahmen erinnert.
Meine Unterkunft hat sogar auch einen kleinen Pool. Das Fünfbettzimmer ist richtig luxeriös, dafür leider gemischt. Ich schlafe zwischen einem Kanadier und einem Vietnamesen, der die meiste Zeit an seinem Laptop verbringt. Aber zumindest schnarcht keiner von beiden und das Frühstücksbuffett ist wirklich super!
Am letzten Tag habe ich noch etwas Zeit bis mein Nachtbus losfährt. Ich entdecke einen kleinen Frisörsalon und beschließe mir einen Haarschnitt zu gönnen. Zwei Jungs und ein Mädel geraten etwas in Aufruhr als ich den Laden betrete. Ausländer scheinen nicht die Standardkundschaft zu sein. Sie bieten mir einen Kaffee an, der erst noch irgendwo eingekauft wird und fordern telefonisch Verstärkung an. Kurz darauf erscheint die "Chefin" und es geht los. Wir haben viel Spass, machen noch ein paar Fotos und das Ergebnis ist ok. Mangels Zweitspiegel bekomme ich meinen Hinterkopf mit einem Handyfoto präsentiert - Geht nicht, gibt's nicht.....

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2 Kommentare:

  1. Auf dem ersten Foto, die Frau im Friseurstuhl, das bist jetzt nicht Du, oder?!

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  2. Auf dem ersten Foto, die Frau im Friseurstuhl, das bist jetzt nicht Du, oder?!

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